Montag, 12. Oktober 2015

Rezension - "Crossing California" von Adam Langer



Titel: Crossing California
Autor: Adam Langer
Verlag: Rowohlt Verlag GmbH
ISBN: 3 498 03921 0
Seitenzahl: 580 Seiten
Preis: 9,90 Euro






"04. November 1979: In der US- Botschaft in Teheran werden 70 Geiseln genommen: Es ist die Ära Carter, und nicht nur Amerikas Selbstbewusstsein kränkelt, sondern auch das der Rovners, Wasserstroms und Wills, die rund um die California Avenue auf Chicagos North Side leben. Vielfach durch Liebe, Hass, Ehrgeiz und Intrige verbunden, getrennt durch die Straße in Arm und Reich, tasten sie sich durch eine Welt, die jenseits voller Kühlschränke und ewig laufender Fernseher wenig Erfüllung bietet. Orientierungslos scheinen vor allem die Eltern, findig und neugierig hingegen sind die Kinder. Alles beginnt mit einem harmlosen Knutschfleck, den die schüchterne Jill Wasserstrom am Tag der Geiselnahme dem klugen Muley Wills verpasst haben will. Und es endet mit Spaß und Trauer, mit Ehekrisen und sexueller Verwirrung, mit Abschieden und Neubeginn. Crossing California ist eine geschichtenpralle Traigkomödie. Scharfsichtig und ironisch beschreibt sie das alltägliche Amerika mit seinen schlichten Existenzen und hochfliegenden Träumen." 

Ich bin eigentlich eine super schnelle Leserin, aber "Crossing California" ist mir unglaublich schwer gefallen. Wieso?
Naja, fangen wir mal ganz von vorne an: Ich habe mir dieses Buch im Rahmen meines Buchclubs, den ich seit 2013 mit einer Freundin habe, ausgesucht. Das funktioniert bei uns so: Wir sind beide auf Goodreads (übrigens super Seite und sehr zu empfehlen, wenn ihr Lust habt mich zu adden ist hier mein Profil :) https://www.goodreads.com/user/show/27357622-nanda-au). Dort haben wir beide unsere "Want- To- Read" Liste. Abwechselnd suchen wir uns von dort ein Buch aus der Liste des jeweils anderen aus. Sie war dieses Mal dran und hat sich "Crossing California" aus meiner Liste ausgesucht.

So - was war mein Gesamteindruck dieses Buches?

Ich fand es relativ lang (knapp 600 Seiten).  Und sehr, sehr verwirrend. Wie im Klappentext schon beschrieben, geht es um drei Familien, und um Menschen die in ihrem Leben eine Rolle spielen. Die Kapitel sind eingeteilt nach den verschiedenen Charakteren und verschiedene Geschichten laufen parallel ab.

Was hat mir nicht so gut gefallen?

- Ich fand es waren fast zu viele verschiedene Charaktere. Irgendwann war ich wirklich sehr verwirrt und wusste zum Teil nicht worum es in diesem Moment ging. Die Charaktere haben auch sehr ähnliche Namen, sodass das noch mehr Verwirrung stiftete.

- Themen mit denen sich im Grunde eher Jugendliche und Erwachsene auseinandersetzen sollten, werden zu Problemen von Kindern projeziert. 12/13 Jährige Kinder haben teilweise sehr ernste Gedanken zu Sex, zu Moral und zu anderen Themen. Das fand ich nicht plausibel, ich hatte das Gefühl die Charaktere waren um einiges älter, vielleicht 17 Jahre oder noch älter, was wiederum zu noch mehr Verwirrung führte. Das Bild, was sich der Leser von den Charakteren machte, wurde somit immer wieder verändert, was mich persönlich sehr gestört hat.

- Der Autor verwendet sehr viele jüdische Begriffe. Es gibt zwar ein Glossar hinten im Buch, jedoch hat es irgendwann einfach genervt immer zu schauen was welches Wort bedeutet. 

Was hat mir gut gefallen?

- Die verschiedenen Geschichten berührten sich, waren sehr logisch miteinander verknüpft, behielten aber ihr persönliches Eigenleben.
- Mir wuchsen die Charaktere ans Herz. Man konnte mit ihnen fühlen, lachen, weinen.

- Man fragte sich immer wie es weiter geht. Es blieb immer spannend.

- Am Ende bekommen alle Charaktere nochmal jeweils ein Kapitel indem die Geschichte abgeschlossen wird. Das fand ich echt toll, denn so konnte man mit jedem einzeln Charakter abschließen und sich persönlich "verabschieden". 




Fazit: Ich habe diesem Buch drei Bücher gegeben. Es ist im Grunde gut aufgebaut, die Geschichte hat mir gut gefallen und es hat mich unterhalten. Umgehauen hat es mich jedoch leider nicht, und allzu oft musste ich seufzen, weil mich manches auch etwas genervt hat. Wer aber eine herzliche Familiengeschichte mit dramatischen Wendungen und verflochtenen Geschichten lesen will, der ist mit diesem Buch gut bedient. 

Habt ihr Crossing California gelesen? Wie hat es euch gefallen? Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen!


1 Kommentar:

  1. Hey :)

    Ich bin grad durch Facebook auf deine Seite gekommen :). Das Buch, das du hier vorstellst, sagt mir ehrlich gestanden nichts, aber ich vermute, wir dürften doch einen eher unterschiedlichen Geschmack haben. Was ich noch loswerden wollte: Behalte diesen Stil mit den Fragen und dem Fazit bei! Der gefällt mir gut :). Ganz am Anfang, als ich angefangen habe zu bloggen, wurde mir auch empfohlen, vor allem ein Fazit zu schreiben, weil viele Blogger erst einmal dieses lesen und dann erst die eigentliche Rezi :).

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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