Montag, 26. Oktober 2015

Rezension - "Paperweight" von Meg Haston







Titel: Paperweight
Autor: Meg Haston
Verlag: HarperTeen Verlag
ISBN: 978 006233574 6
Seitenzahl: 304 Seiten
Preis: 9,70 Euro




"Seventeen-year-old Stevie is trapped. In her life. In her body. And now in an eating-disorder treatment center on the dusty outskirts of the New Mexico desert. Life in the center is regimented and intrusive, a nightmare come true. Nurses and therapists watch Stevie at meal time, accompany her to the bathroom, and challenge her to eat the foods she's worked so hard to avoid. Her dad has signed her up for sixty days of treatment. But what no one knows is that Stevie doesn't plan to stay that long."
Paperweight follows Stevie's journey as she struggles not only with this life-threatening eating disorder, but with the question of whether she can ever find absolution for the mistakes of her past…and whether she truly deserves to.


Halli Hallo ihr Lieben!

Ich melde mich heute wieder zurück mit einer neuen Buchrezension. Dieses mal habe ich im Rahmen meines Buchclubs "Paperweight" von Meg Haston gelesen. Ich habe es auf Englisch gelesen, es gibt dieses Buch jedoch auch auf Deutsch, für diejenigen die ungern in Fremdsprachen lesen :)
Ich habe mir dieses Buch ausgesucht, weil es sich mit einem sehr schwierigen Thema beschäftigt, welches meiner Meinung nach in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu Thema ist: Essstörungen. 
Das Buch ist aus dem Blickwinkel von Stevie geschrieben, einem 17 jährigen Mädchen, welches von ihren Eltern in eine Klinik für Mädchen mit Essstörungen gebracht wird. 

Das Buch lässt sich sehr gut lesen, man könnte es in einem Ruck durchlesen, sowas mag ich an Büchern total. Die Kapitel sind kurz gehalten. Am Anfang weiß man über Stevie nicht viel, man lernt sie und ihre Geschichte erst im Laufe des Buchs kennen. Ich mag es sehr wie Meg Haston die Hintergrundgeschichte durch die verschiedenen Therapiesitzungen von Stevie erzählt. Heißt: Stevie hat eine Sitzung mit ihrer Therapeutin und in dieser Sitzung erinnert sie sich Stück für Stück an die Hintergründe die zu ihrer Essstörung geführt haben. So wird man immer wieder in ihre Vergangenheit geschickt und wieder in das Jetzt zurück geholt, sobald die Sitzung beendet ist. 

Es geht in diesem Buch um Trauer, um Unsicherheit, um Freundschaft, um Liebe und um das schlimme Vermissen einer geliebten Person, die nicht mehr da ist. 

Man durchlebt mit Stevie diese Reise von der Krankheit zu einer erhofften Genesung, zu einem gesunden Leben. Meg Haston hält den Leser mit dieser sehr langsamen Offenbarung ständig in Spannung. 

Ok bis jetzt klingt das ja alles sehr positiv. Was hat mir nicht so gefallen? Ich muss ehrlich sagen, zeitweise hat mich Stevie auch etwas genervt. Sie ist halt ein typischer Teenager und ich habe gemerkt, dass ich öfters bei Zickereien oder ähnlichem dachte: "I am getting too old for this shit". Aber auf der anderen Seite: macht nicht genau das ein gutes Buch aus? Wenn die Charaktere so "echt" sind, dass sie bei uns echte Gefühle auslösen? Selbst wenn es eben manchmal ein Augenrollen oder ein genervter Seufzer ist ;) 

Des Weiteren fand ich, dass Meg Haston erst sehr spät angefangen hat die Geschichte aufzulösen. Sie lässt die Leser lange im Dunkeln, man weiß lange nicht wieso es bei Stevie soweit gekommen ist. Und natürlich will man es wissen! Spannung ist schön und gut, aber bei diesem Buch fand ich es fast überstrapaziert. 






Fazit: Ich habe diesem Buch drei von fünft Sternen gegeben! Warum? Auf der einen Seite thematisiert es ein schwieriges Thema auf eine sensible Art und Weise. Die Perspektive der Betroffenen gibt dem Leser einen Einblick wie das Leben mit einer Essstörung aussehen kann. Man fühlt mit den Charakteren mit, man lacht und man weint. Stevie hat bei mir echte Empathie ausgelöst. Zudem ist das Buch sehr gut geschrieben, man kann es sehr schnell lesen. Wieso hab ich dann die zwei Sterne abgezogen? Für mich hat Meg Haston dieses Buch zu spannend schreiben wollen, was den Leser zu lange im Dunkeln gelassen hat. Das Thema Essstörung muss meiner Meinung nicht diesen überspannten Spannungseffekt haben. 


Wer jedoch ein Buch sucht, das sich sehr einfühlsam mit dem Thema Essstörung beschäftigt, der sollte sich Paperweight schnappen! 


Habt ihr Paperweight gelesen? Wie fandet ihrs? Kennt ihr andere Bücher die sich mit diesem Thema befassen? Dann schreibt mir doch in die Kommentare! :) 



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